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Salesforce Aktie — einfach erklärt

Unternehmenssoftware · USA

Salesforce verkauft Software, mit der Firmen ihre Kundenbeziehungen verwalten — Vertrieb, Service, Marketing. Alles läuft im Abonnement über das Netz, nicht als gekaufte Lizenz. Der Konzern ist stark durch Zukäufe gewachsen; ein erheblicher Teil des heutigen Angebots stammt aus übernommenen Firmen.

Das spricht dafür — und das dagegen

Dafür

  • Abonnements liefern planbare, wiederkehrende Erlöse mit langen Vertragslaufzeiten.
  • Die Software ist tief in Vertriebsprozesse eingebaut — ein Wechsel ist aufwendig.
  • Große installierte Basis, in die sich Zusatzprodukte verkaufen lassen.

Dagegen

  • Neue Kunden zu gewinnen wird teurer, je gesättigter der Markt ist — Wachstum kommt zunehmend aus Preiserhöhungen.
  • Ein großer Teil der Vergütung läuft über Aktien und verwässert bestehende Anteile.
  • Zukäufe müssen integriert werden; misslingt das, bleiben teure Doppelstrukturen.

Wird meist von Anlegern diskutiert, die auf Firmensoftware im Abonnement setzen und die Wachstumsverlangsamung gegen steigende Margen abwägen.

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Was für ein Wert ist das eigentlich?

Salesforce wird üblicherweise als Wachstumswert eingeordnet. Wachstumswerte werden für das bewertet, was sie künftig verdienen sollen — nicht für das, was heute in der Kasse ist. Deshalb wirken sie oft „teuer“ und reagieren empfindlich auf Enttäuschungen: Lässt das erwartete Wachstum nur etwas nach, fällt der Kurs schnell zweistellig, obwohl die Firma weiter Gewinn macht.

Worauf es bei Salesforce besonders ankommt

Bei Salesforce zählt der Bestand noch nicht abgerechneter Vertragsumsätze mehr als der laufende Umsatz: Er zeigt, was vertraglich schon zugesagt ist. Zweitens die Differenz zwischen bereinigtem und ausgewiesenem Gewinn — sie besteht bei Softwarefirmen vor allem aus Vergütung in Aktien, die real Anteile verwässert. Drittens die operative Marge, weil der Konzern von reinem Wachstum auf Ertrag umgestellt hat; ob das trägt, zeigt sich dort und nicht am Umsatz.

Die Kennzahlen, auf die es hier ankommt

Bei jedem Aktientyp zählen andere Zahlen. Diese vier solltest du dir bei Salesforce zuerst ansehen — in Klarkurs stehen sie samt Erklärung auf einer Seite.

Umsatzwachstum

Die wichtigste Zahl bei Wachstumswerten. Wächst der Umsatz zweistellig, ist die Geschichte intakt. Verlangsamt sich das Wachstum mehrere Quartale in Folge, ist das oft das erste ehrliche Warnsignal — lange bevor es im Gewinn sichtbar wird.

Bei Salesforce: Der Bestand vertraglich zugesagter, noch nicht abgerechneter Erlöse zeigt mehr als der laufende Umsatz — er nimmt kommende Quartale vorweg.

KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Sagt dir, wie viele Jahresgewinne du für die Aktie bezahlst. Bei Wachstumswerten liegt es fast immer über dem Marktschnitt. Wichtig ist nicht die Höhe allein, sondern ob das Wachstum sie rechtfertigt.

Bei Salesforce: Bereinigt und ausgewiesen liegen weit auseinander, weil Vergütung in Aktien herausgerechnet wird. Welche Zahl im KGV steckt, verändert das Bild erheblich.

Nettomarge

Wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn übrig bleibt. Eine hohe und stabile Marge zeigt, dass die Firma Preise durchsetzen kann und nicht nur über Rabatte wächst.

Bei Salesforce: Der Konzern hat von Wachstum auf Ertrag umgestellt. Ob das trägt, zeigt die operative Marge — nicht der Umsatz.

Verschuldung

Wachstum auf Pump ist gefährlich, wenn die Zinsen steigen. Ein niedriges Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital gibt Luft, auch mal ein schwaches Jahr zu überstehen.

Bei Salesforce: Moderat; die Zukäufe wurden teils in Aktien bezahlt. Die Verwässerung ist hier das Pendant zur Schuldenaufnahme.

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  1. Gesamtbild holen. Kennzahlen, Analystenmeinungen und Insider-Käufe in einer Einordnung — mit Klartext-Fazit statt nackter Zahl.
  2. Verstehen statt ablesen. Zu jedem Punkt ein Satz, warum er zählt.
  3. Aufs eigene Depot beziehen. Eine gute Aktie kann die falsche für dich sein, wenn du schon drei ähnliche hältst.

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Häufige Fragen zu Salesforce

Was ist CRM-Software?

Sie hält fest, welcher Mitarbeiter wann mit welchem Kunden gesprochen hat, welche Angebote offen sind und welche Verträge auslaufen. Für Vertriebsorganisationen ist das die zentrale Arbeitsgrundlage — deshalb ist ein Wechsel des Anbieters ein Eingriff in den laufenden Betrieb, kein einfacher Softwaretausch.

Warum wird bei Salesforce so oft über Vergütung in Aktien gesprochen?

Weil ein erheblicher Teil der Mitarbeitervergütung in Aktien ausgezahlt wird. Im bereinigten Gewinn wird dieser Aufwand oft herausgerechnet, obwohl er real Anteile verwässert. Der Unterschied zwischen bereinigtem und ausgewiesenem Ergebnis ist deshalb bei Softwarefirmen besonders groß.

Ist Salesforce Aktie eine gute Geldanlage?

Das kann dir niemand seriös pauschal beantworten — und diese Seite tut es bewusst nicht. Ob ein Wert zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und davon ab, was sonst in deinem Depot liegt. Was du hier bekommst, ist das Rüstzeug, um die Frage selbst zu beantworten.

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