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Mastercard Aktie — einfach erklärt

Zahlungsverkehr · USA

Mastercard betreibt wie Visa ein Zahlungsnetz zwischen Banken und Händlern und verdient einen Anteil an jeder abgewickelten Zahlung. Karten gibt der Konzern nicht selbst aus, Kredite vergibt er nicht. Neben dem Kartengeschäft wächst ein zweiter Bereich mit Datenanalyse, Betrugserkennung und Beratung für Banken.

Das spricht dafür — und das dagegen

Dafür

  • Zwei Anbieter teilen sich den Großteil des westlichen Kartenmarkts — eine Struktur, die neue Wettbewerber kaum aufbrechen.
  • Das Zusatzgeschäft mit Datendiensten wächst schneller als das Kartengeschäft und ist weniger reguliert.
  • Erlöse hängen am Umsatz und steigen daher mit den Preisen mit.

Dagegen

  • Gebührenregulierung trifft das Kerngeschäft unmittelbar.
  • Sofortüberweisungssysteme der Notenbanken umgehen das Kartennetz vollständig.
  • Ein großer Teil des Ertrags stammt aus grenzüberschreitenden Zahlungen — die brechen bei Reisebeschränkungen weg.

Wird meist von Anlegern diskutiert, die auf bargeldloses Bezahlen setzen und die Regulierungsfrage als Hauptrisiko sehen.

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Was für ein Wert ist das eigentlich?

Mastercard wird üblicherweise als Wachstumswert eingeordnet. Wachstumswerte werden für das bewertet, was sie künftig verdienen sollen — nicht für das, was heute in der Kasse ist. Deshalb wirken sie oft „teuer“ und reagieren empfindlich auf Enttäuschungen: Lässt das erwartete Wachstum nur etwas nach, fällt der Kurs schnell zweistellig, obwohl die Firma weiter Gewinn macht.

Worauf es bei Mastercard besonders ankommt

Bei Mastercard trennt man am besten drei Erlösquellen: Zahlungen im Inland, Zahlungen über Ländergrenzen und die Datendienste. Die grenzüberschreitenden Zahlungen bringen am meisten ein und hängen an Reisetätigkeit und Handel — sie erklären Ausreißer nach oben wie nach unten. Die Datendienste sind der Teil, der außerhalb der Gebührenregulierung liegt; wächst er schneller als das Kartengeschäft, wird der Konzern unabhängiger von politischen Entscheidungen. Ein reiner Umsatzvergleich mit Visa hilft dagegen wenig, die Geschäfte sind unterschiedlich zugeschnitten.

Die Kennzahlen, auf die es hier ankommt

Bei jedem Aktientyp zählen andere Zahlen. Diese vier solltest du dir bei Mastercard zuerst ansehen — in Klarkurs stehen sie samt Erklärung auf einer Seite.

Umsatzwachstum

Die wichtigste Zahl bei Wachstumswerten. Wächst der Umsatz zweistellig, ist die Geschichte intakt. Verlangsamt sich das Wachstum mehrere Quartale in Folge, ist das oft das erste ehrliche Warnsignal — lange bevor es im Gewinn sichtbar wird.

Bei Mastercard: Getrennt nach Inlands- und Auslandszahlungen lesen. Grenzüberschreitende Zahlungen bringen deutlich mehr ein und hängen an Reisetätigkeit — sie erklären die Ausschläge.

KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Sagt dir, wie viele Jahresgewinne du für die Aktie bezahlst. Bei Wachstumswerten liegt es fast immer über dem Marktschnitt. Wichtig ist nicht die Höhe allein, sondern ob das Wachstum sie rechtfertigt.

Bei Mastercard: Der Aufschlag unterstellt, dass Kartennetze unersetzlich bleiben. Sofortüberweisungssysteme der Notenbanken greifen genau diese Annahme an.

Nettomarge

Wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn übrig bleibt. Eine hohe und stabile Marge zeigt, dass die Firma Preise durchsetzen kann und nicht nur über Rabatte wächst.

Bei Mastercard: Sehr hoch, weil das Netz gebaut ist und jede weitere Zahlung fast nichts kostet. Gebührenobergrenzen wirken deshalb unmittelbar auf die Marge.

Verschuldung

Wachstum auf Pump ist gefährlich, wenn die Zinsen steigen. Ein niedriges Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital gibt Luft, auch mal ein schwaches Jahr zu überstehen.

Bei Mastercard: Unkritisch — Mastercard trägt kein Kreditrisiko, das liegt bei den kartenausgebenden Banken.

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  3. Aufs eigene Depot beziehen. Eine gute Aktie kann die falsche für dich sein, wenn du schon drei ähnliche hältst.

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Häufige Fragen zu Mastercard

Was unterscheidet Mastercard von Visa?

Im Kern wenig: Beide betreiben ein Netz, geben keine Karten aus und tragen kein Kreditrisiko. Unterschiede liegen in der regionalen Verteilung, in der Größe — Visa wickelt mehr Volumen ab — und darin, wie stark das Zusatzgeschäft mit Datendiensten zum Ergebnis beiträgt.

Warum ist grenzüberschreitendes Bezahlen so wichtig für Mastercard?

Bei Zahlungen über Ländergrenzen kommen Währungsumrechnung und höhere Gebühren hinzu. Ein solcher Vorgang bringt deutlich mehr ein als eine Zahlung im Inland. Deshalb reagieren die Erlöse empfindlich auf Reisetätigkeit und internationalen Handel.

Ist Mastercard Aktie eine gute Geldanlage?

Das kann dir niemand seriös pauschal beantworten — und diese Seite tut es bewusst nicht. Ob ein Wert zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und davon ab, was sonst in deinem Depot liegt. Was du hier bekommst, ist das Rüstzeug, um die Frage selbst zu beantworten.

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